Pflanzenportrait: Das duftende Mädesüß

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Das Mädesüß ist ein eher untypisches Rosengewächs (Rosaceae) und ist an Bachufern und Feuchtwiesen zu finden. Die Erntezeit der Blüten erstreckt sich von Anfang Juni bis Anfang August. Die Blüten sind weiß und duften nach Honig. Verwendet werden vor allem die Blüten, jedoch können auch die Blätter gepflückt und für Rezepte eingesetzt werden. Die Blüten wurden früher Met zugesetzt um den Geschmack abzurunden. Außerdem eignet sich das Mädesüß für alle Süßspeisen.

Was ist so besonders am Mädesüß?

Es enthält Salicin und wird im Köper zu Salicylsäure umgewandelt. Salicylsäure kennt der ein oder die andere durch Aspirin – das synthetische Ebenbild vom Mädesüß. Deshalb ist es auch so ein tolles Heilkraut und hilft bei:

Krämpfen, Fieber, Erkältungen, Regel- und Kopfschmerzen, Migräne, Blasenleiden und hilft beim Schwitzen. Es wirkt antibakteriell und entzündungshemmend. Desweiteren kann es als Wurmkur bei Darmparasiten verwendet werden.

Also ein ideales Kraut für den Wintervorrat!

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Wofür könnt ihr das Mädesüß verwenden?

Sirup
Das gesündeste Sirup wird aus dem Mädesüß gemacht! Das Sirup könnt ihr ähnlich dem Waldmeistersirup herstellen. Je mehr Blüten ihr verwendet, desto intensiver wird der Geschmack. Empfehlen würde ich ca. 3 Handvoll Blüten als Grundmenge.

Tinktur
Damit sich das Salicin herauslöst verwendet man mindestens 20%- bis 60%igen Alkohol und übergießt die Blüten für mindestens 4-6 Wochen damit. Das Glas sollte locker mit den Blüten gefüllt sein und täglich geschüttelt werden! Bei akuten Schmerzen können 20 Tropfen stündlich eingenommen werden.

Blütenzucker
Die Blüten werden getrocknet und mit Zuckerverrieben – das gibt einen herrlichen Duft!

Tee
Wichtig hier: Eine Teekur sollte nicht länger als 6 Wochen dauern – wie mit allem im Leben gilt: Alles mit Maß und Ziel. Auf zu lange Dauer angewendet, können viele Kräuter schädlich für den Körper werden.

Die in der Natur gesammelten Kräuter enthalten im Vergleich zu den in Apotheken gekauften Kräutern unterschiedliche Anteile an hilfreichen Inhaltsstoffen. In den Apotheken ist im Vergleich zur Natur alles genormt. Desweiteren ist die Dosis an Salicylsäure die durch das Mädesüß im Körper umgewandelt wird weit von der Dosis von Aspirin entfernt – deshalb erzielt man nicht eine sofortige Wirkung, sondern muss das Kraut über einen gewissen Zeitraum einnehmen.

Erwähnenswert ist der Geschmack:

Von Pflaster bis zu Honig habe ich schon alles gehört – der Geschmack ist auf jeden Fall einzigartig und es Wert probiert zu werden!

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Neugierige Blicke erntete ich beim Sammeln 😀
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Das Pärchen war auch recht interessiert

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