Erfischender Fichtennadelntrunk

Fichtenwipferlhonig bzw. Fichtenwipferlsirup ist gerade hoch im Kurs, aber habt ihr gewusst, dass ihr die Nadeln auch trinken könnt?

Ihr könnt hier Fichtenwipferl und Lärchenwipferl im Frühling, als auch im Sommer sammeln und zu einem Trunk verarbeiten. Wichtig ist hier nur, dass ihr die Seitentriebe abzupft und nicht den Trieb in der Mitte. Bäume wachsen nämlich durch den mittigen/mittleren Trieb in die Länge – hier sieht ihr es auf dem Foto veranschaulicht.

Fichtennadeln_Kräuterzimmer_Saft_Drink

Wie erkenne ich eine Fichte oder Lärche?

Hier kann man sich an das alte Sprichwort „die Fichte sticht, die Tanne nicht“ halten. Fichten haben spitze Nadeln, die stehen, während Tanne runde Nadeln besitzen. Außerdem: Wenn man rund um einen Baum Zapfen findet, dann gehören dieser der Fichte, da die Tanne die Schuppen der Zapfen einzeln abwirft. Tannennadeln sind überdies in Reihen angeordnet, während die Reihung bei Fichten weniger „Ordnung“ hat.

Die Lärche hat in Büschel angeordnete Nadeln, die stumpf und sehr biegsam/weich sind.

Probleme gibt es oft bei der Unterscheidung zwischen der Tanne und der Eibe:

Wenn man die Tannennadeln umdreht, haben diese eine silbrige Farbe, während die Nadeln der Eibe ein eher helleres grün als die Oberseite aufweisen. Die Nadeln der Tanne haben zwei helle Streifen auf der Unterseite, welche die Nadeln silbrig wirken lassen. Vor allem bei der Eibe ist es wichtig, dass man diese unterscheiden kann, da der Baum in allen Teilen giftig ist!

Rezept: Fichtennadeldrink

Eine Hand voll Fichtenwipferl oder Lärchenwipferl

Saft von 1 Orange

Esslöffel Honig

1 l Wasser

Das Rezept ist einfach:

Die Nadeln von den Wipferln herunterzupfen und mixen. Danach den Saft von einer Orange und den Honig dazugeben und mehrere Stunden ziehen lassen. Dann den Rest abseihen und genießen 🙂

Fichtennadeldrink_Kräuterzimmer
Fichte
Picea

Die Fichte zählt zur Familie der Kieferngewächse (Pinaceae) und kann  zwischen 20 und 60 Meter Höhe erreichen. Der Baum kann bis zu 600 Jahre alt werden, hat geringe Ansprüche an den Nährstoffgehalt des Bodesn und vor allem Hildegard von Bingen schrieb der Fichte ein große Heilkraft zu (Fichtenrindenabsud, Vollbäder, Fichtenharz, Hustensirup, etc.).

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